Lichter Erlenwald umgab sie urplötzlich. Die Sonne warf ihre Wärme auf die schillernde Wasseroberfläche. Ganz klar und freundlich floss das Wasser, auf dem sie sich befanden, es spielte mit ihnen, mit allem, was es umgab. Unvermittelt blieb ihr Blick auf etwas Außergewöhnlichem ruhen: golden schimmerte es vom Grund des Fließes. Was konnte das nur sein? Sie ließen ihre Hände auf den Grund hinab, er war weich und sandig - und konnten vor Neugier kaum atmen: war es wirklich das, was es zu sein schien? Einige Sekunden vergingen, voller Staunen betrachteten sie das, was sich ihnen zeigte: goldene Ringe, Edelsteine und Geschmeide. Sie hatten einen Schatz gefunden. Weiter tasteten sie den Grund des Fließes ab, da war noch etwas Weiches, Flauschiges. Sie zogen es mit vereinten Kräften aus dem Wasser: ein weißgolden glänzendes Vlies wurde sichtbar. Sie bargen daraus winzige Mengen Goldes, ließen das Vlies trocknen und als die Nacht ihre Schatten gebar, hüllten sie sich darin ein, es schützte und wärmte sie. Sie dankten dem großen Schöpfer für all das, was er ihnen an Gutem zukommen ließ und träumten sich dann in den Schlaf, ihre Herzen gefüllt mit stiller Freude über das faszinierende Abenteuer

AM GOLDENEN VLIES.